Gründe für ein NEIN - Antworten auf häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Gründe für ein NEIN mit Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Was bezweckt das Referendum gegen den Erweitungsbau des Landesmuseums?
Das Landesmuseum braucht mehr Platz – das Referendumskomitee stellt sich deshalb nicht grundsätzlich gegen einen Erweiterungsbau. Es kämpft aber dagegen, dass dieser Neubau im Park gebaut wird, wie dies geplant ist. Der gigantische Klotz würde diese Oase im Zentrum Zürichs zerstören. Der schönste Teil des Parks – da, wo die Wasserbecken sind, wo tagtäglich Menschen jeden Alters die Ruhe und Natur geniessen – würde dem Neubau geopfert werden. Deshalb hat das Komitee gegen den Entscheid des Gemeinderats, sich am Erweiterungsbau im Park zu beteiligen, erfolgreich das Referendum ergriffen.

Wann wird in der Stadt Zürich abgestimmt?
Dank des Referendums können die Stadtzürcher Stimmbürger und Stimmbürgerinnen am 13. Juni 2010 mitentscheiden, ob sie den Erweiterungsbau im Park wollen oder nich

Was bedeutet ein Stadtzürcher «Nein» zum Erweiterungsbau konkret?
Ein «Nein» der Stadtzürcher Stimmbürger und Stimmbürgerinnen am 13. Juni ist ein «Nein» zu den 10 Mio. (aus Steuergeldern) an den Erweiterungsbau sowie zur Abtretung des für den Neubau benötigten Landes an den Bund. Mit einem NEIN wäre das aktuelle Projekt noch nicht gestorben, aber in dieser Form und an diesem Standort kaum mehr realisierbar. Eine neue Lösung wäre gefragt.

Aber Bund und Kanton sind doch auch am Projekt beteiligt – könnten die das dann nicht unabhängig von der Stadt umsetzen?
Nein. Denn wenn die Stadtzürcher entscheiden, dass sie das Land im Park nicht zur Verfügung stellen, dann können Bund und Kanton dort nicht bauen. Sie müssten einen neuen Standort finden.

Gäbe es denn andere geeignete Standorte?
Selbstverständlich. Aber die Politik hat sich nie ernsthaft darum gekümmert – man wollte von Anfang an in den Platzspitzpark und basta.

Auch um den Beitrag des Kantons gibt es einen Disput. Was läuft da genau?
Der Kanton möchte sich mit 20 Mio. aus dem Lotteriefonds am Erweiterungsbau im Park beteiligen, so hat es der Kantonsrat beschlossen. Allerdings hat er dabei ein erstes Mal gemogelt: die Politiker meinten, sie könnten einfach das fakultative Referendum umgehen. «Falsch!», sagte das Bundesgericht jetzt, das Volk muss bei einem so hohen Betrag mitreden können, auch wenn es sich um Geld aus dem Lotteriefonds handelt. Der Kantonsrat hat deshalb nochmals entschieden; das Komitee Standpunkt Landesmuseum hat das Referendum ergriffen. Unterschriftenbögen können hier heruntergeladen werden.

Der Park beim Landesmuseum (Platzspitz) ist doch gross genug, da macht es nichts aus, wenn irgendwo ein Neubau steht – oder?
Doch, aus zwei Gründen: Erstens käme der Neubau nicht irgendwo zu stehen, sondern genau da, wo sich der Park gegen den Ehrenhof des Landesmuseums öffnet. Da also, wo die Wasserbecken sind, wo sich tagtäglich viele Menschen jeden Alters erholen, zu Mittag essen, die Ruhe geniessen. Es ist das Herz des Parks, eine Gartenanlage, die zusammen mit dem Landesmuseum ein Ensemble bildet. Dieser Platz ist einzigartig für Zürich und von gartenhistorischer Bedeutung.
Zweitens ist der Platzspitz die grösste Grünfläche im Zentrum Zürichs. Es geht nicht an, dass in dieser Stadt, die von immer mehr Menschen frequentiert wird, Grünflächen reduziert werden. Erst recht nicht im Zentrum, wo es ohnehin an Erholungsräumen mangelt. Wir können den Park beim Landesmuseum zwar nicht vergrössern, aber wir haben es in der Hand, seine Dezimierung zu verhindern.

Die Stadt sagt, es würden weniger als fünf Prozent des Platzspitzareals verloren gehen – stimmt das?
Nein, das ist gemogelt. Bei dieser Rechnung zählen die Befürworter auch Innenhöfe, Parkplätze und Einfahrten zur Fläche des Parks. Tatsächlich würden ungefährt 18 Prozent Grünfläche verschwinden, knapp ein Fünftel des eigentlichen Parks.

Ist die betroffene Fläche der einzige Punkt, bei dem vonseiten der Befürworter gemogelt wird?
Leider nein. Der Kanton wollte den Entscheid (20 Mio. aus dem Lotteriefonds an den Erweiterungsbau) am Volk vorbei schummeln. Aber ein Mitglied des Komitees hat dagegen Beschwerde eingereicht – und vom Bundesgericht Recht erhalten. Jetzt können die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen auch im Kanton mitreden.

Weshalb soll im Park nicht gebaut werden, es gibt doch genügend Grünfläche in Zürich?
Es gibt rund um Zürich viel Grünfläche, aber nicht im Zentrum. Viele europäische Grossstädte haben stattliche Parks in ihren Zentren – Zürich hat nur den Platzspitz. Der ist verhältnismässig klein, was sich nicht ändern lässt, aber er darf nicht noch kleiner gemacht werden! Der Park wird intensiv genutzt, er kommt einer Oase im Herzen der Stadt gleich. Unmittelbar neben dem Hauptbahnhof gelegen, lädt er auch viele Pendler und Touristen zum Verweilen und Durchatmen ein. Eine Weltstadt tut gut daran, sich diesen «Luxus» zu leisten.

Wer ist im Referendumskomitee und wer engagiert sich sonst noch gegen den Neubau?
Für ein «Nein» zum Landesmuseum-Erweiterungsbau engagieren sich Garten- und Heimatschutz-Fachleute ebenso wie Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur und Mitglieder aller grossen Parteien von links bis rechts.

Falls die Mehrheit der Zürcher Stimmbürger und Stimmbürgerinnen zum Erweiterungsbau «Nein» sagt – ist das dann das definitive Aus für das Projekt?
Sicher ist dann: der Park beim Landesmuseum darf nicht verbaut werden – weder jetzt durch den Erweiterungsbau noch in Zukunft durch irgend ein anderes Bauprojekt. Denn «Nein» sagen die Zürcher nicht nur zu den 10 Mio., die der Neubau die Stadt kosten würde, sondern auch zur Landabtretung und somit zu Baulandreserven in diesem – auch historisch – wichtigen Park.

Was würde eine «Nein»-Mehrheit in der Stadt Zürich fürs Landesmuseum bedeuten?
Es wäre keine grundsätzliche Absage an den Erweiterungsbau. Die Verantwortlichen müssten dafür aber einen anderen Standort finden. Das Komitee Standpunkt Landesmuseum hat die Behörden eingeladen, sich zu einer Kombilösung Kongresshaus/Landesmuseum-Erweiterungsbau auf dem Areal des jetzigen Carparkplatzes Gedanken zu machen. Es gäbe aber viele weitere Standortmöglichkeiten, auch ausserhalb der Stadt Zürich.

Wie kann ich die Kampagne gegen die Zerstörung des Parks beim Landesmuseum unterstützen?
Erzählen Sie möglichst vielen Stimmberechtigten in der Stadt Zürich, was mit dem Park TATSÄCHLICH passieren würde, wenn die Vorlage am 13. Juni angenommen würde, verbreiten Sie den Link unserer Webseite (www.referendum-landesmuseum.ch) und der Facebook-Gruppe NEIN zur Zerstörung des Parks beim Landesmuseum. Verteilen Sie Flyer, zum Beispiel im Park selber (Flyer können bezogen werden bei: Referendumskomitee NEIN zur Zerstörung des Parks beim Landesmuseum, c/o Kampagnenforum GmbH, Hermetschloostr. 70, 8048 Zürich oder via standpunktatreferendum-landesmuseum [dot] ch (E-mail). Und vor allem: stimmen Sie am 13. Juni NEIN!

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