Medienmitteilung 3.11.2009: NEIN zum Neubau vor dem Landesmuseum!

Das Komitee Standpunkt Landesmuseum fordert den Gemeinderat auf, gegen die Vorlage zu stimmen, um den Park am Platzspitz und das Ensemble vor dem zerstörerischen Eingriff zu retten. Für die Menschen in Zürich ist der Park beim Landesmuseum jedoch ein wichtiger Erholungsraum mitten im grauen Stadtzentrum.
Brunnen im Park beim Landesmuseum

Medienmitteilung
Zürich, 3. November 2009

NEIN zum Neubau vor dem Landesmuseum!

An der morgigen Sitzung des Zürcher Gemeinderats ist der Erweiterungsbau des Landesmuseums traktandiert. Es geht um die Abgabe von Stadtzürcher Bauland und einen finanziellen Beitrag an ein völlig überrissenes Projekt. Das Komitee Standpunkt Landesmuseum fordert den Gemeinderat auf, gegen die Vorlage zu stimmen, um den Park am Platzspitz und das Ensemble vor dem zerstörerischen Eingriff zu retten.

Die geplante Erweiterung des Landesmuseums soll 111 Millionen Franken kosten. 76 davon übernimmt der Bund, 20 der Kanton, 10 die Stadt, und 5 sollen Private beisteuern. Nach dem vor Jahren ausgehandelten Schlüssel steuert die Stadt 10 Millionen Franken bei - 6,75 Millionen als städtischen Standortbeitrag und 3,25 Millionen in Form von Land. Die Baukommission empfiehlt dem Gemeinderat die Annahme der Vorlage.

Für die Menschen in Zürich ist der Park beim Landesmuseum jedoch ein wichtiger Erholungsraum mitten im grauen Stadtzentrum. Er lädt Kinder zum Spielen und Familien zum Verweilen ein, er ist ein Touristenmagnet erster Güte und er gönnt Ruhe vom hektischen Arbeitsalltag. Dieses Stück Lebensqualität soll der Stadt und der Bevölkerung erhalten bleiben.

Herrscht in Zürich Bauland-Willkür? Darf eine Schutzzone plötzlich als Bauland gelten? Was der Bürger nicht darf, soll sich die Stadt erlauben dürfen?

Das Komitee Standpunkt Landesmuseum hat sich stets mit allen denkbaren Mitteln dagegen gewehrt, den historisch wertvollen Park für einen in dieser Form überproportionierten Baukörper zu opfern. Ein klotziger Neubau ist an dieser Stelle unerträglich. Das Komitee fordert den Gemeinderat zur Besinnung auf und die Vorlage abzulehnen, um einer angemesseneren Lösung an einem alternativen Standort die Türen zu öffnen. Die Stadt Zürich soll den historischen Park – die letzte verbliebene grüne Lunge im Stadtzentrum Zürich und das Gesamtkunstwerk von nationaler Bedeutung - erhalten.

Im Falle einer Annahme der Vorlage wird das Komitee Standpunkt Landesmuseum das Referendum ergreifen, um der Bevölkerung die Möglichkeit des „letzten Worts“ zu geben.

Im Komitee Standpunkt Landesmuseum sind Mitglieder aller grossen Parteien sowie des Kantonalen und Stadtzürcherischen Heimatschutzes vertreten.

Share/Save